Vorstellung der Landtagskandidaten und des Wahlprogramms im Bezirk Burggrafenamt
Freitag, 19. September 2008
bezirkskandidaten_burggrafenamt_500.jpgDie SÜD-TIROLER FREIHEIT startet im Bezirk Burggrafenamt mit vier Kandidaten in die Landtagswahlen am 26. Oktober 2008. Im Rahmen einer Pressekonferenz wurden heute Vormittag das Bezirkswahlprogramm, sowie die Kandidaten der Öffentlichkeit vorgestellt. Es sind dies: Sven Knoll, 28 Jahre, Gemeinderat in Schenna; Dr. Cristian Kollmann, 37 Jahre, Laurein; Reinhild Campidell, 28 Jahre, Gemeinderätin in Meran; Georg Karl Hofer, 28 Jahre, Meran;

Neben dem bestehenden Hauptprogramm der SÜD-TIROLER FREIHEIT wurde auch ein spezifisches Bezirksprogramm für das Burggrafenamt ausgearbeitet, welches folgende Themenschwerpunkte beinhaltet:

Verkehrsentlastung: Das Burggrafenamt gehört mit der Schnellstraße MEBO zu den meistbefahrenen und somit meistbelasteten Tälern in Süd-Tirol. Es bedarf daher einem Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel, insbesondere in die Täler, sowie einer kundenorientierten Fahrplangestaltung. Die Modernisierung der Bahnlinie Meran-Bozen hat oberste Priorität. Es macht dabei keinen Sinn, auf dieser elektrifizierten Bahnstrecke die Dieselloks der Vinschgerbahn fahren zu lassen, welche die Umwelt nur unnütz belasten. Zur Verkehrsentlastung von Meran setzt sich die SÜD-TIROLER FREIHEIT für eine baldestmögliche Realisierung des Küchelbergtunnels ein.

Denkmalschutz: In den letzten Jahren wurden im Burggrafenamt unzählige (architektonisch wertvolle) Gebäude abgerissen und somit für immer zerstört. Ganz aktuell steht in Meran der Abriss des Jugendstilhotels "Bayrischer Hof" bevor. Insbesondere in Meran werden Baumaßnahmen nicht nach dem Aspekt eines harmonischen Stadtbildes vollzogen, sondern nach reinem Profitdenken. Die geschmacklose Umgestaltung des Brunnenplatzes ist das beste Beispiel dafür, wie man ein Stadtbild nachhaltig verschandeln kann. Die derzeitige Neugestaltung des Sandplatzes lässt ähnliches befürchten. Die SÜD-TIROLER FREIHEIT fordert daher einen umfangreichen Ensemble- und Denkmalschutz, zur Bewahrung unseres architektonischen Erbes.

Landschafts- und Umweltschutz: Gerade ein Tourismusgebiet wie das Burggrafenamt lebt vor allem von der landschaftlichen Schönheit, die es zu schützen und zu erhalten gilt. Der unkontrollierten Bauwut und der Zersiedelung der Landschaft, sowie der Zerstörung unberührter Naturgebiete ist daher unbedingt Einhalt zu gebieten.

Mut zur Verwendung der historischen Namen: Die bis heute alleinig amtlichen (von Ettore Tolomei erfundenen), italienischen Orts- und Flurnamen, sind Ausdruck einer fortwährenden sprachimperialistischen Geschichtsfälschung, die keinerlei Daseinsberechtigung haben. Die SÜD-TIROLER FREIHEIT fordert daher die Gemeinden und Tourismustreibenden des Burggrafenamtes dazu auf, auf die Verwendung der italienischen Falschnamen, wo immer rechtlich möglich, zu verzichten. Insbesondere in der italienischsprachigen Tourismuswerbung sollten nur die historisch gewachsenen Orts- und Flurnamen verwendet werden, um somit auch bei den italienischen Gästen meinungsbildend tätig zu sein.
 
Unterstützung der Familien: Immer mehr Familien kommen mit ihrem Gehalt kaum mehr bis zum Ende des Monats. Die ständig steigenden Lebenshaltungskosten treiben viele Familien in die Schuldenfalle und machen vielfach auch den Wunsch nach Kindern zur Kostenfrage. Die Förderung der Familien durch steuerliche Entlastungen auf Landes- und Gemeindeebene, sowie die Einrichtung von Kinderbetreuungseinrichtungen für berufstätige Eltern, sind daher zentrale Forderungen der SÜD-TIROLER FREIHEIT für das Burggrafenamt.

Zur Vorstellung der Kandidaten und des Wahlprogramms wurde ein Informationsstand in Meran organisiert, bei welchem sich interessierte Bürger über die Zielsetzungen der SÜD-TIROLER FREIHEIT informieren, bzw. das persönliche Gespräch mit den einzelnen Kandidaten suchen konnten.

SÜD-TIROLER FREIHEIT - Freies Bündnis für Tirol

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