Verkehrtes Italien: Mussolini-Kult erschreckend!
Montag, 4. Januar 2010
Reinhild_Campidell_Wahl_08.jpgAls erschreckend bezeichnet die Meraner Gemeinderätin und Hauptausschussmitglied der Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT, Reinhild Campidell, die derzeitige starke Nachfrage auf „Fan-Artikel“ von Benito Mussolini. Laut Medienberichten werden in vielen Geschäften in der norditalienischen Region Emilia Romagna Büsten des einstigen Machthabers in verschiedenen Größen, T-Shirts, Poster und Fahnen mit Mussolinis Antlitz angeboten. Doch auch in Südtirol sind „Duce“- und Hitlerweine, sowie verschiedene Mussolini-Artikel, wie CD's, Kalender, Büsten und ähnliches problemlos erhältlich.

Ganz außer Acht wird dabei immer die Tatsache gelassen, welche menschenverachtende Ideologie Benito Mussolini verfolgte und wie viele 100.000e von Menschen seiner Politik zum Opfer gefallen sind.

Reinhild Campidell führt die große Nachfragen auf die fehlende Geschichtsaufarbeitung in Italien hin. Während in den Jahren nach 1945 in Deutschland eine weitgehende Entnazifizierung stattgefunden hat, blieb eine solche in Italien aus. 

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde teilweise, vor allem in Süd-Tirol, mit denselben Methoden wie im Faschismus weiter regiert, und bis heute empfinden viele Italiener die faschistischen Relikte nicht als Schmach, sondern als strahlende Zeichen ihrer glorreichen Vergangenheit. 

Offensichtlich ist der Faschismus in Italien noch immer salonfähig, wie die Ereignisse dieser Tage zeigen, so Reinhild Campidell.

Italien geht wahrlich düsteren Zeiten entgegen. Deshalb ist es wichtig, dass wir Süd-Tiroler uns überlegen, ob wir in diesem Staat wirklich eine Zukunft haben.

Reinhild Campidell
Hauptausschussmitglied und
Meraner Gemeinderätin der SÜD-TIROLER FREIHEIT

 


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