Deutscher Alpenverein (DAV): Kein Gespür für historische Südtiroler Ortsnamen?
Donnerstag, 21. Februar 2008

landkarte_dav_01.jpgDie Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT zeigt sich über die neueste Landkarten-Beilage in der Zeitschrift „Panorama“ des Deutschen Alpenverein (DAV) verwundert. Die Ortsnamen für Südtirol werden in dieser Karte, welche in Zusammenarbeit mit einem Automobilhersteller herausgegeben worden ist, ausschließlich in italienischer Sprache angeführt. Dabei handelt es sich vor allem um pseudo-italienische Namen, die erst von Faschisten erfunden wurden. In dieser Karte scheint es so, als sei Südtirol eine rein italienische Provinz. Dies darf nicht akzeptiert werden, so die Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT.
 

Es ist nicht besonders hilfreich, wenn den Touristen, welche Südtirol kennen lernen wollen, ein falscher Eindruck vermittelt wird. Es stimmt wohl, dass in Südtirol drei Sprachgruppen leben, über 70% der Bevölkerung ist jedoch deutschsprachig, und nur wenige der heute verwendeten italienischen Ortsnamen haben eine historische Berechtigung. Die in der Landkarte nicht verwendeten deutschen Ortsnamen hingegen sehr wohl.

Die SÜD-TIROLER FREIHEIT wünscht sich mehr Feingefühl im Umgang mit den  Südtiroler Orstnamen. Das faschistische Gedankengut eines Ettore Tolomei hat in einer Landeskarte des Deutschen Alpenvereins (DAV) nichts verloren. Zudem sind die Ortsnamen teilweise auch noch falsch geschrieben.

Nachdem es immer wieder vorkommt, dass im deutschsprachigen Ausland allein die italienischen Falschnamen verwendet werden, fordert die SÜD-TIROLER FREIHEIT, dass die Ortsnamensfrage in Südtirol nach dem Prinzip der Wissenschaftlichkeit und der historischen Entwicklung angegangen wird.

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